Morgen gehts los!
Mein Rucksack steht gepackt in meinem Zimmer und ich muss sagen, ich bin ein bisschen stolz auf mich: obwohl er nicht sehr groß ist, hat alles reingepasst und ich musste nichts aussortieren! Außerdem war ich am Mittwoch schon fast fertig mit packen (ja ich weiß, für mich ist das äußerst ungewöhnlich). So konnte ich am Mittwochabend in Ruhe mit meinen Freunden und einem Teil der Familie bei uns im Hof grillen (manchen kam das vor wie ein Deja-Vu: so ähnlich habe ich mich auch vor vier Jahren nach Venezuela verabschiedet). Den Donnerstag hab ich dann damit verbracht, nichts sehr sinnvolles zu tun und heute hatte ich noch den letzten Arzttermin. Jetzt kanns losgehen!
Wie ich mich fühle, kann ich nicht richtig sagen. Auf jeden Fall freue ich mich total. Indien steht schon so lange auf meiner Reise-Wunschliste und ich bin wirklich gespannt auf eigentlich alles. Andererseits gehen mir die ganzen Abschiede sehr nahe und meine Nerven liegen eigentlich schon seit Wochen mehr oder weniger blank.
Deshalb bin ich einfach froh, wenn ich im Flieger sitze, mit Essens-Unterbrechungen 8,5 Stunden schlafen kann und dann in meinem großen Abenteuer wieder lande!
Informationen über mein Projekt, meine Gastfamilie (falls ich eine kriege) und alles andere bekommt ihr, wenn ich wirklich da bin: im Moment weiß ich nämlich noch (fast) nichts darüber (aber ich bin ganz entspannt, was das angeht ;) )
... das liegt nicht unbedingt an der Tatsache, dass wir besonders mutige Menschen sind, sondern vor allem an den strikten Gepäckregulierungen: 1 Jahr Ausland = 20 Kilo Gepäck = 20 Kilo - ca. 4 Kilo Koffergewicht = 16 Kilo für ein Jahr an Kleidung, Schuhen, Fotos, Büchern, Zahnbürsten... merkt ihr, wo das Problem liegt?
Freitag, 1. August 2014
Freitag, 25. April 2014
Strand & Sozialismus
Inzwischen sind schon
mehr als zwei Wochen vergangen und ich hab mich langsam an das Leben hier
gewoehnt. Wenn mir
jemand sagt, dass ich um eins da sein soll, komm ich um halb vier und bin
trotzdem noch die erste, wenn ich auf der Strasse angehupt werde oder mir
hinterhergepfiffen wird, erschrecke ich mich nicht mehr und die Zeitumstellung
hat inzwischen auch geklappt.
Euch interessiert
bestimmt, was ich hier so mache. Eigentlich nichts spannendes: ich treffe mich
mit meinen Freunden, wir gehen ins Einkaufszentrum oder ins Kino oder an den
Pool. Nichts
spektakulaeres, aber ich bin zufrieden.
Zwei
interessante Highlights meiner Zeit bisher:
1. Ein Ausflug zum Strand mit Leo, der bei mir in der
Klasse war. Die Woche vor Ostern ist Semana Santa- die traditionelle Woche, um
an den Strand zu gehen, in den Urlaub zu fahren und zu feiern (auch am
Karfreitag. Aber dieses Jahr hat die Regierung beschlossen, dass am Donnerstag
und am Freitag kein Alkohol verkauft werden darf. Das passiert hier manchmal,
zum Beispiel auch an Wahltagen. Alkohol wird sowieso nur in speziellen
Geschaeften verkauft, und die haben dann zu.) Ich habe natuerlich sehr viel
Lust, an den Strand zu gehen. Mit meinen Freunden hatte ich geplant, am
Mittwoch zu gehen, aber dann wurde das doch nur ein Tag am Pool. Meine Familie
hatte vorgeschlagen, am Donnerstag zu gehen, aber dann hatte meine
Gastschwester keine Lust und wir sind doch nicht gegangen. Abends hab ich mich
dann mit meinen Freunden getroffen und Leo erzaehlte eben, dass er heute am
Strand war, und so lud ich mich sozusagen selbst ein fuer das naechste Mal.
(Ach ja: Am Freitag kam ich heim, ich hatte bei einer Freundin uebernachtet,
und keiner war da und meine Familie beantwortete meine Nachrichten nicht.
Nachdem ich drei Stunden zwischen dem Pool und dem Boden vor der Haustuer, wo
es Wlan gab, hin und her bin, war es mir zu doof und ich hab mich von einem
Freund abholen lassen. Ratet,
wo meine Gastfamilie war: Am Strand. Irgendwie wurden sie eingeladen und haben
gedacht, dass ich sowieso den ganzen Tag bei meiner Freundin waere. Aaaaaha.)
Letztendlich
bin ich dann tatsaechlich am Samstag an den Strand. Mein Gastvater brachte mich
zu der Adresse, die Leo mir gegeben hatte. Der war allerdings noch nicht da,
dafuer sein Grossvater und eine Menge anderer Familienmitglieder. Das Haus, wo
sich alle getroffen haben, gehoerte dem Opa und hatte die Form einer Pyramide
(so ein seltsames Haus hab ich noch nie gesehen). Irgendwann waren alle
eingetrudelt und sie fingen an, eine Menge Essen ins Boot zu packen. Die Familie besitzt ein eigenes
Boot, in das 15 Personen passen (so viele waren wir und dann wars ganz schoen
voll). Wir fuhren dann eine Weile und der Strand, an den wir eigentlich
wollten, war ueberfuellt (Semana Santa laesst gruessen), aber direkt daneben
war ein kleinerer Strand, an dem noch keiner war. Dort ankerten wir und assen
zuerst mal was. In zwischenzeit war ein zweites Boot angekommen und der kleine
Strand wurde bevoelkert von einer Menge Kinder und die Eltern fingen an, ein
Feuer zu machen.

Davon liessen wir uns aber die Laune nicht
vermiesen. Nachdem wir ein paar Stunden im Wasser rumgepaddelt waren, am Strand
in der Sonne sassen und ein paar Bierchen getrunken haben, fuhren wir wieder
zurueck.

Insgesamt ein schoener, aber auch ein bisschen seltsamer Tag. Die versammelte Familie war zwar
super nett zu mir und sie haben sich mit mir unterhalten und alles, aber
trotzdem kam ich mir ein bisschen fehl am Platz vor. Aber immerhin war ich mal
am Strand.
2.
Die
Demonstration. Alle, die jetzt kurz vor dem Herzinfarkt stehen, kann ich
beruhigen: es ging darum, dass ein neuer Lehrplan eingefuehrt werden soll,
unter anderem mit einem Fach, in dem es nur um die Geschichte von Chavez geht.
Zudem werden die Buecher und alles veraendert und in Mathe soll es zum Beispiel
Aufgaben a la “Juan hat drei Gewehre. Er schenkt ein Gewehr Jose. Gewehre sind
gut, und Juan und Jose sind nun geruestet fuer den Kampf fuers Vaterland. Wie
viele Gewehre hat Juan am Ende?” geben, lesen sollen die Kinder lernen mit Texten
wie “Der Platz ist sehr schoen. Der Himmel ist blau. Das Militaer macht eine
Parade. Da ist unser Freund Fidel. Viva Fidel!” Der Plan ist also, schon die
kleinsten Kinder zu Unterstuetzern des Sozialismus zu machen.
Die Leute sammelten sich an einem Punkt und dann ging es los.


Der Protest ging zum “Bildungsministerium”, einem
total schaebigen Haus. Dort wollten sie uns allerdings nicht durchlassen,
weshalb wir davor stehen blieben und verschiedene Leute ueber ein Megafon
verkuendeten, dass sie gegen besagten Bildungsplan sind.


Die
Demonstranten waren zu mindestens 80% Frauen, die fuer die Rechte ihrer Kinder
und Enkel demonstrieren-und keine Mutter faengt an, Steine auf Polizisten zu
schmeissen, und kein Polizist faengt an, Bomben mit Traenengas in eine Menge
mit lauter Frauen zu werfen. Deshalb war das ganze relativ ungefaehrlich,
ausserdem war ich mit Renata und ihrer Mama unterwegs, die gut auf mich
aufgepasst haben.
Eine
interessante und beruehrende Erfahrung war es aber auf jeden Fall.
Mittwoch, 16. April 2014
Anna-Lena stellt diesen Post für Sofia ein und weiß darum nicht, welchen Titel sie sich gewünscht hat ;)
Ich bin gut gelandet! Auf
der Reise lief fast alles glatt (bis auf eine kleine Verwirrung mit der nicht
vorhandenen Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Spanien… Ich war schon
sicher, den Anschlussflug in Madrid zu verpassen, aber letztendlich war alles
gut). Auch der lange Flug zwischen
Madrid und Caracas ging recht schnell vorbei, ich hab fast die ganze Zeit
geschlafen (Bildschirme zum Filme schauen gab es naemlich leider nicht). In
Caracas wurde es dann noch richtig anstrengend. Ich habe meinen Rucksack vom
Band geholt und gleich wieder abgegeben und hatte dann sowieso noch drei
Stunden Zeit. Leider waren jedoch fast alle Anzeigetafeln verspaetet und sie
zeigten auch alle verschiedene Sachen an. Irgendwann fand ich dann einen
Bildschirm, der auf dem neusten Stand war, und entdeckte, dass mein Flug
Verspaetung hatte. Wie viel stand da nicht, und das Gate stand auch noch nicht
da. Solche Sachen werden nicht ueber die Bildschirme mitgeteilt, sondern ueber
Durchsagen. Ich konnte also weder Musik hoeren noch doesen, da ich auf die
Durchsagen achten musste. Aber letztendlich kam auch dieser Flieger und ich kam
mit einer zweistuendigen Verspaetung am Flughafen in Barcelona an.
Dort erwartete mich ein
grosses Empfangskomitee: meine vier besten Freundinnen, meine Familie und die
Familie von einer Freundin. Nachdem wir alle ein paar Traenchen vergossen
hatten, fuhr ich mit meiner Familie nach Hause und es gab noch Pizza und dann
bin ich ins Bett gefallen und hab 13 Stunden durchgeschlafen.
Am Samstag
haben wir ins dann bei Renata getroffen und es kamen viele Leute aus meiner
alten Klasse, ich uebernachtete bei
Renata und am naechsten Tag fuhr ich mit ihrer Familie und ihr ins
Einkaufszentrum und abends kamen andere Freunde vorbei und ich uebernachtete
nochmal bei Renata. Am Montag ging ich mal heim um zu duschen und mich
umzuziehen und abends gingen wir ins Kino. Eigentlich wollte ich danach nach
Hause, aber dann kam jemand auf die Idee, die Mondfinsternis anzuschauen, die
es diese Nacht hier gab: ja, dann uebernachtete ich wieder bei Renata. Heute
ist als die zweite Nacht bei mir daheim, aber meine Gastfamilie sieht das (anscheinend)
viel entspannter als vor drei Jahren.
Sehr viel
hat sich hier nicht veraendert. Meine Freunde sind immer noch die gleichen, sehen
gleich aus und lachen ueber die gleichen Sachen. Auch in meiner Familie ist
alles aehnlich. Von Protesten habe ich noch nichts mitgekriegt, hier ist es
auch eher ruhig. Klar wird ueber Politik geredet, aber es gibt auch noch andere
Gespraechsthemen. Was sich wirklich veraendert hat sind die Preise: Auf dem
Schwarzmarkt kostete ein Dollar vor drei Jahren sieben oder acht Bolivares,
heute sind es fuenfzig bis sechzig. Die Preise sind rasant gestiegen, wenn
etwas heute doppelt so viel kostet wie vor drei Jahren, ist das noch guenstig.
Ein Beispiel: Das Maismehl kostete frueher sieben Bolivares und heute 20. Wenn
man ueberhaupt welches findet: Alles ist inzwischen Mangelware, von Klopapier
und Windeln ueber Seife und Waschmittel zu Oel und eben dem hier so beliebten
Maismehl.
Donnerstag, 10. April 2014
Me gusta volver, me gustas tú
Hallo ihr Lieben!
Morgen geht es für mich los nach Venezuela. Der Einfachheit halber, und weil ich sowieso für Indien wieder damit anfangen möchte, habe ich unseren Blog nach etwas weniger als drei Jahren wiederbelebt.
Nun fehlen also ungefähr sieben Stunden, bis meine liebe Mama und ich uns auf den Weg nach Frankfurt zum Flughafen machen und noch ein Tag, 3 Stunden und 46 Minuten, bis mein Flieger laut Flugplan in Puerto la Cruz landet. Ob alles planmäßig verläuft, steht jedoch noch in den Sternen: in Madrid habe ich nur eine gute Stunde zum Umsteigen und in Caracas muss ich auch einen Flieger bekommen und vom internationalen zum nationalen Flughafen wechseln. Alles kein Problem, für ein großes Mädchen wie mich, hofft man zumindest. Ein bisschen nervös bin ich jetzt aber schon, immerhin ist es das erste Mal, dass ich wirklich ganz alleine fliege und die vielen Stunden auf mich allein gestellt bin.
Eigentlich überwiegt aber die Freude, meine Freunde und meine Gastfamilie endlich wieder zu sehen. Auch wenn der Kontakt mit den meisten Freunden und auch mit meiner Familie in letzer Zeit eher sporadisch war, haben alle, denen ich erzählt habe, dass ich komme, begeistert reagiert.
Einen genaueren Plan habe ich noch nicht: eventuell stehen ein paar Tage auf der Urlaubsinsel Margarita an und meine Willkommens-Gastfamilie und die Gastfamilie von meiner deutschen Freundin Annika, die in Cumana gewohnt hat, möchte ich eigentlich auch gerne treffen. Wann oder wie ich das mache, weiß ich noch nicht, aber es wird sich schon was ergeben. Sicher ist, dass meine Gastfamilie mich vom Flughafen abholt (einige andere Leute haben mir angekündigt, mich auch vom Flughafen abzuholen. Ich lasse mich davon überraschen, wer am Ende wirklich da steht), und die ersten Nächte werde ich denke ich auch da bleiben. Danach zieh ich wahrscheinlich alle drei Tage um, weil ich jede Menge Angebote habe, bei anderen Freunden zu übernachten.
Inzwischen ist es nur noch ein Tag, drei Stunden und 32 Minuten. Der Rucksack, mit dem meine Mutter schon durch Südamerika reiste, steht gepackt vor der Tür.
Wie oft ich mich letztendlich melden werde, kann ich noch nicht sagen, aber ein paar Lebenszeichen werde ich von mir geben.
Bis dahin: bienvenidos otra vez!
Donnerstag, 28. Juli 2011
Welcome home.
Jetzt bin ich wieder zurück in Deutschland, und es ist sehr merkwürdig.
Keine Oliven mehr zum Frühstück, keine orthodoxen Juden, die auf die Straße laufen, sobald die Ampeln auf Rot schalten, um Flugblätter zu verteilen, kein 'Nes Ammim Guesthouse, good morning, how can I help you!', wenn man das Telefon abhebt, keine Katzen, die versuchen, das Essen sogar aus den Kühlschränken zu stehlen, keine kurzen Hosen mehr jeden jeden jeden Tag.
Deutschland ist anders und manchmal ist es nicht so einfach, sich wieder in den Alltag einzuleben. Es fehlen eine Menge Leute, die ich vorher jeden Tag um mich hatte, und irgendwie fehlt auch Israel. Wie Sofia so schön sagte: Die größte Herausforderung am Weggehen ist das Zurückkommen.
Nächste Woche geht's auf zum Freakstock (samt Wiedersehen mit zumindest einem Teil der Nes Ammim Belegung), und bevor ich ab Oktober hoffentlich zum Studieren in Hannover wohnen werde, muss ich auch noch den ersten Teil eines Pflegepraktikums ableisten.
Danke, dass ihr uns ein Jahr begleitet habt!
Shalom & Salaam,
Anna-Lena (:
Dienstag, 19. Juli 2011
Kinder, wie die Zeit vergeht.
Heute fehlt noch eine Woche, um von mir zu Hause wegzugehn, in ein Camp am Strand.
Vorletzten Samstag haben wir meinen venezolanischen Bruder, der in Ungarn war, vom Flughafen abgeholt, zusammen mit Annikas venezolanischer Schwester, die auch in Ungarn war (sie waren sogar zusammen in der gleichen Stadt, Budapest.)
Wir holten sie also vom Flughafen ab und dann kamen zuerst mal alle zu uns heim, Mariannas Familie (also Annika und ihre Familie und noch irgendwie ein Cousin mit seiner Frau oder so), wir, und noch ein paar Freunde von Ricky, alle recht gluecklich (vor allem die Vaeter, wie auf diesem Bild zu sehen, der rechts ist meiner), Ricky und Mariana vor allem fertig mit der Welt, weil sie ungefaehr 30 Stunden ohne Schlaf hatten.

Es erschien mir immer so fern, der Tag, und ich dachte immer, dass das etwas problematisch werden koennte, weil die ganze Situation schon etwas komisch ist (ich wuerde nicht wollen, dass jemand, den ich nicht kenne, bei mir daheim ist, wenn ich von einem Jahr in der Fremde wiederkomme.), aber das ist gluecklicherweise ueberhaupt nicht, Ricky ist ein Schatz und ich hab ihn schon so lieb gewonnen, es ist, als waere er das ganze Jahr hier gewesen, zumindest auf eine Art (und wir haetten es super zusammen verbracht.)

Einfacher wird es also dadurch nicht, es wird um einiges schwerer, und es erscheint mir so unwirklich, dass das Jahr schon fast vorbei sein soll (immer haben mir alle gesagt, wie ich das machen koennte, ein Jahr ohne meine Familie und meine Freunde und jetzt, jetzt ist das Ganze einfach so vorbei, so schnell.)
Das tut weh, aber was will man machen, ich kann auch nicht in Depressionen versinken, nur weil ich weder meine Zeit hier in ein Marmeladenglas sperren kann noch meine Leute hier mit nach Deutschland nehmen.
Das ist wohl die groesste Herausforderung am ganzen Jahr, das Zurueckkommen.
Vorletzten Samstag haben wir meinen venezolanischen Bruder, der in Ungarn war, vom Flughafen abgeholt, zusammen mit Annikas venezolanischer Schwester, die auch in Ungarn war (sie waren sogar zusammen in der gleichen Stadt, Budapest.)
Wir holten sie also vom Flughafen ab und dann kamen zuerst mal alle zu uns heim, Mariannas Familie (also Annika und ihre Familie und noch irgendwie ein Cousin mit seiner Frau oder so), wir, und noch ein paar Freunde von Ricky, alle recht gluecklich (vor allem die Vaeter, wie auf diesem Bild zu sehen, der rechts ist meiner), Ricky und Mariana vor allem fertig mit der Welt, weil sie ungefaehr 30 Stunden ohne Schlaf hatten.
Es erschien mir immer so fern, der Tag, und ich dachte immer, dass das etwas problematisch werden koennte, weil die ganze Situation schon etwas komisch ist (ich wuerde nicht wollen, dass jemand, den ich nicht kenne, bei mir daheim ist, wenn ich von einem Jahr in der Fremde wiederkomme.), aber das ist gluecklicherweise ueberhaupt nicht, Ricky ist ein Schatz und ich hab ihn schon so lieb gewonnen, es ist, als waere er das ganze Jahr hier gewesen, zumindest auf eine Art (und wir haetten es super zusammen verbracht.)
Einfacher wird es also dadurch nicht, es wird um einiges schwerer, und es erscheint mir so unwirklich, dass das Jahr schon fast vorbei sein soll (immer haben mir alle gesagt, wie ich das machen koennte, ein Jahr ohne meine Familie und meine Freunde und jetzt, jetzt ist das Ganze einfach so vorbei, so schnell.)
Das tut weh, aber was will man machen, ich kann auch nicht in Depressionen versinken, nur weil ich weder meine Zeit hier in ein Marmeladenglas sperren kann noch meine Leute hier mit nach Deutschland nehmen.
Das ist wohl die groesste Herausforderung am ganzen Jahr, das Zurueckkommen.
Mittwoch, 13. Juli 2011
The final countdown
In 72 Stunden sitze ich in Münster im Garten und esse Omas Kartoffelsalat.
Schwer vorstellbar.
Leicht unsichere Gefühlslage.
Wortkarg.
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